Designtool zur Algorithmenbeschleunigung von Mitrionics setzt auf Nallatechs Entwicklungsplattform
Algorithmenbeschleunigung und Hochleistungsplattform auf FPGA-Basis bilden eine ideale Konstellation für leistungsstarke Desktoplösungen.
Glasgow, Großbritannien, 3. Januar 2005 - Nallatech Ltd. hat bekannt gegeben, dass die Mitrionics AB mit Sitz im schwedischen Lund Nallatechs 'BenNUEY' Familie von Prozessorsystemen auf FPGA-Basis als Designplattform für ihre 'Mitrion' Entwicklungsumgebung für Hochleistungsrechensysteme
einsetzen wird.
"Wir haben uns für die Lösung von Nallatech entschieden, weil uns diese einen sehr eleganten Weg eröffnet. Mit der FPGA-Lösung können wir die Rechenleistung herkömmlicher Computersysteme ausbauen. Um zu einer einsatzbereiten Plattform zu gelangen, war nur ein Minimum an Aufwand und Ressourcen erforderlich, weil praktisch alles, von den Treibern bis zur Hostkommunikation, schon zur Verfügung stand," erklärte Anders Dellson, Mitrionics' CEO. Und weiter, "Die Plattformen von Nallatech funktionieren sofort, und darauf kommt es an; die Dokumentation ist präzise, und die
versprochenen Leistungsdaten werden eingehalten - wir haben die Erfahrung gemacht, dass das bei Alternativen nicht immer der Fall ist."
Mit dem Mitrion Designtool sind Wissenschaftler und Ingenieure mit Programmiererfahrung in der Lage, vom Leistungsschub einer Parallelverarbeitung in FPGAs zu profitieren. Auf Desktop-Computern erfahren ihre Algorithmen eine Leistungssteigerung, die sonst nur bei Supercomputern zu finden ist, und das, ohne dass kundenspezifische Hardware erforderlich wäre.
In typischen Anwendungen wie Bilderkennung am Computer, Gen-Sequenzierung, BLAST-Analyse, biologischen Simulationen und Verschlüsselungstechniken setzen Komplexität und Ausmaß der abzuarbeitenden Computeranalysen massive Rechenleistung und Flexibilität voraus. Kunden berichten von Leistungssteigerungen um Größenordnungen, die allein durch den Einsatz der Mitrion Design Suite und der Nallatech Plattform für die Umsetzung der Anwenderalgorithmen erreicht wurden, wobei sich der Realisierungsaufwand in Wochen messen lässt. Jüngste Erfolgsstories sind unter anderem eine Geschwindigkeitssteigerung um den Faktor 30 bei der Ausführung eines Algorithmus zur Genidentifizierung und eine Leistungssteigerung um den Faktor 50 für FFT-orientierte Aufgaben auf Workstations. In einem Bildverarbeitungsprojekt für pharmazeutische Zwecke konnte die Mitrion-Technologie dazu beitragen, eine 5 1/2 Tage dauernde Analyse auf einen Rechenlauf zu verkürzen, der jetzt über Nacht abläuft.
"Die Wissenschaftler, Ingenieure und Mathematiker, die solche Ansprüche an ihre Rechner stellen, sollten ihre Zeit lieber damit verbringen, neue Ansätze für ihre Aufgabenstellung zu finden bzw. die dafür notwendigen Algorithmen zu optimieren anstatt Software und Hardwaresysteme zu entwickeln, auf denen diese Analysetools laufen," meinte Dr. Malachy Devlin, Nallatechs Senior Vice President und Chief Technology Officer. "Werden die Parallelverarbeitungsfunktionen unserer auf FPGAs basierenden Plattformen über Mitrion-Tools eingebunden, so steht den Forschern deutlich mehr wertvolle Zeit zur Verfügung, und dank der Rekonfigurierbarkeit der Technologie wird keine dedizierte Hardware benötigt. Einfache Iterationen und eine kontinuierliche Erforschung neuer Ideen, die den Durchbruch bedeuten könnten, werden auf diese Weise möglich."
Die Mitrion Entwicklungsumgebung
Das Mitrion Development Kit der Mitrionics AB beinhaltet einen Compiler, einen Debugger mit grafischer Oberfläche und einen Code-Simulator. Der Compiler ist ein schnelles und einfach zu bedienendes Befehlszeilentool, mit dem sich ein typisches Mitrion-c Programm in Sekundenschnelle kompilieren lässt. Er erzeugt automatisch c/C++ Headerfiles mit dem korrekten Funktionsprototypen und erlaubt eine problemlose Einbindung in nicht mit Mitrion erstellen Code.
Mit dem Debugger verfügt der Programmierer über eine hierarchische Ansicht aller parallelen Prozesse und ihrer Interaktionen. So lassen sich Programmfehler, Leistungsengpässe und ineffizienter Code leicht aufspüren. Alle gebräuchlichen Debuggerfunktionen wie Watchpoints, Breakpoints und die Prüfung von Aufrufabhängigkeiten sind selbstverständlich vorhanden.
Mitrion-c Compiler und Debugger sind kompatibel mit Solaris, Linux und Windows. Für Synthese und Place & Route kommen Tools von Drittfirmen zum Einsatz.
Die Nallatech Plattform
Die BenNUEY Plattform schöpft die Funktionalität der Xilinx Virtex-II Pro FPGAs voll aus und bietet damit ein Höchstmaß an Rechenleistung zur Realisierung komplexer Algorithmen. Zu den Schlüsselfunktionen der Virtex-II Pro Familie zählen Multi-GBit-Transceiver, dedizierte PowerPC-Prozessorkerne und eine im Vergleich mit dem Xilinx Virtex-II Produktspektrum höhere Speicherkapazität. Somit eignet sie sich ideal für die anspruchvollsten Rechenoperationen.
Die BenNUEY Prozessorboards, die Bestandteil des Nallatech DIME-II Spektrums sind, bieten volle Unterstützung für alle DIME-II Module, von denen sich bis zu drei gleichzeitig im BenNUEYinstallieren lassen. Die DIME-II Module warten mit einer Bandbreite von bis zu 10GByte/s zwischen Modul und Motherboard auf, und das bedeutet, dass Anwender ihr System einfach auf die Anforderungen der anspruchvollsten Projekte skalieren können, ohne dass sie eine Einschränkung durch I/O-Engpässe befürchten müssten. Durch die Unterstützung für branchenweite Standardformate und Schnittstellen wird eine einfache Kommunikation mit und Integration in vorhandene Systeme gewährleistet. Alle Produkte werden in vollem Umfang durch FUSE, das Betriebssystem für rekonfigurierbare Computer und DIMEtalk unterstützt. Beides sind Produkte aus dem Hause Nallatech.
www.nallatech.com
www.mitrion.com
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