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Intel macht Fortschritte bei Halbleiterherstellung der nächsten
Generation
Intel
hat einen wichtigen Meilenstein für die Einführung der
Halbleiterherstellung der nächsten Generation erreicht: Das
Unternehmen konnte komplett funktionsfähige 70 Megabit Static
Random Access Memory (SRAM) Zellen mit mehr als einer halben Milliarde
Transistoren unter Verwendung der 65 Nanometer (nm) Halbleiterherstellung
fertigen. Damit liegt das Unternehmen innerhalb des selbst auferlegten
Zeitplans, alle zwei Jahre eine neue Halbleiterherstellungstechnik
einzuführen und somit das Moore'sche Gesetz fortzuschreiben.
Die
Transistoren der neuen 65 nm Fertigung arbeiten mit Transitorgates
von nur 35 nm - etwa 30% kleiner als die Gate-Längen der bei
Intel aktuell verwendeten 90 nm Fertigung. Zum Vergleich: Atome
sind etwa 0,1 - 0,5 nm im Durchmesser und ein Nanometer verhält
sich zu einem Meter wie der Durchmesser einer Haselnuss zu dem der
Erde.
Die
neue Halbleiterfertigungstechnik erlaubt noch mehr Transistoren
auf einen einzelnen Chip zu quetschen. Das ermöglicht Intel
die weitere Integration von Halbleiterkomponenten und so in Zukunft
z.B. Prozessoren mit mehreren Rechenkernen zu bauen und zusätzliche
Funktionen in Prozessoren zu integrieren; etwa Sicherheits- und
Virtualisierungsfunktionen. Intels neue 65 nm Fertigung beinhaltet
darüber hinaus einige einzigartige Merkmale zur Reduzierung
der Leistungsaufnahme und zur Steigerung der Leistungsfähigkeit.
"Intel
ist weiterhin erfolgreich bei der Verkleinerung der Chipstrukturen
durch Innovation mit neuen Materialien, Prozesstechniken und Halbleiterstrukturen,"
sagte Sunlin Chou, Senior Vice President und General Manager der
Intel Technology und Manufacturing Group. "Intels 65 nm Halbleiterfertigung
zeichnet sich aus durch industrieführende Packungsdichte, hohe
Leistung und niedrigen Stromverbrauch. Das wird in Zukunft Chips
mit verbesserten Eigenschaften und höherer Rechenleistung ermöglichen.
Unsere 65 nm Technik liegt im Zeitplan für eine Einführung
in 2005 und verlängert so die Gültigkeit des Moore'schen
Gesetzes."
Im
November 2003 gab Intel bekannt, dass die Firma mit Hilfe der 65
nm Prozesstechnik SRAM-Zellen mit 4 Mbit hergestellt hatte. Seitdem
hat Intel die Techniken verfeinert und nun SRAM Zellen mit 70 Mbit
auf einer Chipfläche von nur 110 Quadratmillimetern gefertigt.
Kleine SRAM Speicherzellen ermöglichen größere Zwischenspeicher
bei Mikroprozessoren und erhöhen die Rechenleistung. Jede SRAM
Zelle basiert auf sechs Transistoren auf einer Fläche von nur
0,57 µm2. Rund 10 Millionen solcher Transistoren würden
auf einen Quadratmillimeter passen, was ungefähr der Fläche
einer Kugelschreiberspitze entspricht.
Neue
Stromspartechniken für die 65 nm Fertigung
Laut dem Gesetz von Moore verdoppelt sich die Anzahl der Transistoren
auf einem Chip ungefähr alle zwei Jahre. Dank dieser Entwicklung
lassen sich Halbleiterbauelemente mit immer mehr Funktionen und
immer höherer Leistungsfähigkeit zu gleichbleibenden oder
sogar niedrigeren Kosten herstellen. Kleinere Transistoren haben
jedoch mit steigenden Problemen bei Stromverbrauch und Wärmeabgabe
zu kämpfen. Es ist deshalb notwendig, neue Eigenschaften, Techniken
und Strukturen in der Halbleiterfertigung einzuführen, um weiteren
Fortschritt zu ermöglichen. Um Stromverbrauch und Wärmeabgabe
zu kontrollieren, hat Intel bei der 65 nm Technik spezielle Stromspartechniken
implementiert.
Intel
entwickelte für die 65 nm Prozesstechnik seine führende
Strained Silicon Technik weiter. Die erste Generation dieser Technik
wurde bei der 90 nm Halbleiterherstellung eingeführt. Mit Strained
Silicon wird die Atomstruktur im Transistor für eine höhere
Elektronenmobilität verändert. Mit dieser Technik werden
Transistoren schneller und können mehr Strom schalten. Intels
zweite Generation von Strained Silicon für den 65 nm Prozess
verbessert die Transistorleistung um etwa 10 bis 15 Prozent ohne
dabei Leckströme zu erhöhen. Alternativ lassen sich mit
dieser Technik bei gleichbleibender Transistorleistung die Leckströme
auf ein Viertel reduzieren. Somit bieten die Transistoren aus Intels
65 nm Halbleiterherstellungstechnik eine verbesserte Leistung ohne
die Leckströme deutlich anzuheben (höhere Leckströme
würden mehr Wärme produzieren - ein unerwünschter
Effekt).
Intels
Transistoren der 65 nm Fertigung haben eine reduzierte Gatelänge
von nur 35 nm und das Gate-Oxid ist 1,2 nm dünn - zusammen
führt das zu erhöhter Performance bei reduzierter Gate-Kapazität.
Die reduzierte Gate-Kapazität resultiert in geringerem Stromverbrauch
eines Chips. Die neue Fertigung ist mit acht Kupfer-Metalllagen
ausgeführt und nutzt zwischen diesen Metalllagen eine Isolierschicht
mit geringer Dielektrizität, was die Signalgeschwindigkeit
innerhalb eines Chips erhöht und nochmals den Stromverbrauch
verringert.
Intel
hat in die 65 nm SRAM Zellen auch sogenannte Sleep Transistoren
integriert. Diese speziellen Transistoren schalten den Stromfluß
zu größeren zusammengeschalteten SRAM-Blöcken ab,
wenn diese nicht gebraucht werden. Das eleminiert einen bedeutenden
Stromverbraucher auf einem Chip. Vor allem Batterie-betriebene Geräte
profitieren davon.
"Intel
arbeitet aktiv an Lösungen für die Probleme der Halbleiterindustrie
bei Leistungsaufnahme und Wärmeabgabe," fügt Chou
hinzu. "Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, der Systeme,
Chips und Technologien einbezieht. Die Neuerungen bei unserer 65
nm Fertigung gehen über einfache Erweiterungen bekannter Techniken
hinaus."
Die
65 nm Fertigung auf 300 mm Wafern wird derzeit in Intels Entwicklungsfabrik
D1D in Hillsboro, Oregon erprobt.
Weitere
Informationen zur 65 nm Halbleiterfertigung wird Intel in einem
Vortrag auf dem IEEE International Electron Devices Meeting in San
Francisco im Dezember bekannt geben.
Generell veröffentlicht Intel Informationen zur eigenen Halbleiterforschung
hier:
http://www.intel.com/research/silicon
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