Texas Instruments
 
 


TI Vorschlag zur Vereinheitlichung der DSL-Standards
ebnet Telekom-Anbietern den Weg für konkurrenzfähige Videodienste

 

UDSL ermöglicht Betreibern die Bereitstellung universeller Sprach-, Daten- und Videodienste mit einheitlicher, abwärtskompatibler Technologie

DALLAS (14. Juni 2004) - Texas Instruments Incorporated (TI) (NYSE: TXN), ein weltweit führender Anbieter von DSL-Technologie, stellt heute eine neue DSL-Technologie hoher Bandbreite vor, die abwärtskompatibel mit der bestehenden Infrastruktur von Betreibern ist. Diese können damit ihre Umsatzbasis aus Daten- und Sprachdienste um konkurrenzfähige Videodienste erweitern. Mit seiner neuen "universellen DSL-Technologie" (UDSL) bringt TI die DSL-Bandbreite auf ein Niveau, das die Übertragung von hochauflösendem Fernsehen (HDTV) und anderen erweiterten Videodiensten sowie auch Sprache und Daten in der ganzen Wohnung und mit begrenztem Einsatz von Glasfaserleitungen ermöglicht. Die Abwärtskompatibilität von UDSL-Geräten wird Betreiber in die Lage versetzen, ein flexibles Serviceangebot mit ADSL- und VDSL-Standards mit einem einheitlichen Linecard-Design in der lokalen Vermittlungsstelle bzw. einem einheitlichen Residential-Gateway Design in den Haushalten bereitzustellen. TI will seine Vision einer universellen DSL-Technologie den verschiedenen Normierungsgremien auf der ganzen Welt vorlegen, um Unterstützung für UDSL zu erhalten.

www.ti.com/udsl


USDL-basierte Ausrüstung wird in den örtlichen Schalteinrichtungen (den so genannten Cross-Connects oder primären Verbindungspunkten) installiert, die sich in einer Entfernung von 1200-1800 m zum Kunden befinden. Betreiber können dann Glasfaserkabel zu diesem Verbindungspunkt verlegen und über das vorhandene Kupferkabel den Benutzern Geschwindigkeiten zwischen 50 und 100 Mbit/s bereitstellen. Dadurch braucht kein Glasfaserkabel bis in die einzelnen Haushalte oder Straßenzüge gelegt zu werden und Betreiber können dennoch die Geschwindigkeiten bereitstellen, die für die Übertragung mehrerer, hochauflösender Videoströme an den Verbraucher benötigt wird. UDSL kann auch in MDUs (Multi-Dwellung Units) und MTUs (Multi-Tenant Units) in Märkten mit kürzeren Leitungsentfernungen eingesetzt werden, wo Betreiber ihre Netze bereits mit Glasfaser bis zum Straßenzug (FTTC - Fibre to the Curb) oder zum Gebäude (FTTB Fibre to the Building) ausgestattet haben.


"Videodienste bieten DSL-Serviceanbietern die nächste Chance für zusätzliche Umsätze. Der UDSL-Vorschlag von TI ermöglicht es Betreibern, Video-, VoIP- und Datendienste mit begrenzten Glasfaserinvestitionen bereitzustellen und dabei die Abwärtskompatibilität mit der bereits vorhandenen ADSL-Ausrüstung zu erhalten", sagte Steve Rago, Chefanalyst von iSuppli.

Konzept und Technologie von UDSL werden sehr hohe Geschwindigkeiten bis zu einer Gesamtbandbreite von 200 Mbit/s pro DSL-Leitung unterstützen. Die Bandbreite kann nicht nur für symmetrische Dienste mit jeweils 100 Mbit/s in jeder Übertragungsrichtung genutzt werden. Bei kürzeren Entfernungen sind auch asymmetrische Dienste möglich, z. B. mit 150 Mbit/s im Downstream und 50 Mbit/s im Upstream. Durch die Abwärtskompatibilität mit allen DMT-Standards (ADSL, ADSL2, ADSL2+ und VDSL sowie auch mit dem zukünftigen VDSL2-Standard) bietet UDSL den Betreibern ferner auch die Möglichkeit, mehrere DSL-Diensteoptionen in einer Lösung zu unterstützen. Diese Kompatibilität ermöglicht Einsparungen bei den Investitionen im gesamten Netz. UDSL erlaubt es Betreibern auch, mit der Entwicklung von Technologien Schritt zu halten: Betreiber können damit heute ADSL-Standards bereitstellen und haben gleichzeitig die Option der Aufrüstung auf Videodienste, sobald die entsprechenden Geschäftsmodelle vorhanden sind.
"Video bietet weltweit die nächste große Chance für den gesamten DSL-Markt, von Technologie- und Ausrüstungsanbietern bis hin zu den Betreibern. Mit der UDSL-Architektur können Betreiber ihren Kunden nicht nur die Dreifachkombination von Sprach-, Video- und Datendiensten anbieten, sondern gleichzeitig Investitionskosten in ihrem gesamten Netz sparen, da UDSL alle ADSL- und VDSL-Standards unterstützt und nur begrenzte Investitionen in Glasfaser erfordert", sagte Joseph Crupi, Vice President der Broadband Communications Group von TI.

UDSL in Kurz- und Langstreckenmärkten
In den für Asien und Europa typischen Kurzstreckenmärkten wird UDSL durch die Bereitstellung einer Gesamtbandbreite bis zu 200 Mbit/s die Übertragung mehrerer qualitativ hochwertiger Videokanäle wie z. B. HDTV ermöglichen. TI geht davon aus, dass sich Videoübertragung über DSL und breitbandige Dienste ebenso wie schon VDSL in den Kurzstreckenmärkten schneller verbreiten werden als in den Langstreckenmärkten. Der Grund besteht in den auf kürzeren Entfernungen höheren möglichen Bandbreiten, die eine VDSL-ähnliche Übertragung durch Ausbau der Infrastruktur ermöglichen.

In Langstreckenmärkten wie den USA und Teilen von Europa sind die ultraschnellen Geschwindigkeiten von UDSL nur mit zusätzlicher Infrastruktur bis in die Wohngebiete möglich, z. B. durch Glasfaserleitungen. In diesen Märkten besteht der Vorteil von USDL darin, eine hochgradig aufrüstbare Technologie bereitzustellen. Betreiber, die UDSL-basierte Ausrüstung in Cross-Connects und anderen Stellen installieren und Dienste gemäß ADSL, ADSL2 und ADSL2+ unterstützen, können auf Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s und VDSL2 aufrüsten, wenn ihre Infrastruktur dazu bereit ist. Nicht zuletzt profitieren Betreiber auch von der Skalierbarkeit, wenn sie größere Teile ihres Netzes mit USDL ausstatten, um alle ihre Netzumgebungen und angebotenen Dienste zu unterstützen.

TI will die ersten UDSL-Lösungen im nächsten Jahr auf den Markt bringen. Ab 2006 wird voraussichtlich UDSL-basierte Geräte auf den Markt kommen, mit denen sich ADSL-, VDSL- und superschnelle Dienste an Verbraucher bereitstellen lassen.

Texas Instruments DSL
Texas Instruments bietet Herstellern von DSL-Geräten für die Vermittlungs- und Kundenseite weltweit End-to-End-Lösungen mit der größten Interoperabilität und den breitesten Einsatzmöglichkeiten. Dazu gehören unter anderem auch sprach- und 802.11-fähige Lösungen. TI kann dank einer langjährigen Erfolgsbilanz der Innovation in der Entwicklung der DSL-Technologie, Interoperabilitätstests, Kundenunterstützung und Fertigungskapazitäten, seine Kunden in die Lage versetzen, die Anforderungen von Betreibern auf der ganzen Welt zu erfüllen. Die DSL-Sparte von TI ist Teil des umfangreichen Spektrums von Breitbandlösungen des Unternehmens, das unter anderem Kabelmodems, VoIP (Voice over Internet Protocol) und der drahtlosen Netzwerktechnologie nach 802.11 umfasst.

http://www.ti.com/dsl



Über Texas Instruments
Texas Instruments Incorporated bietet innovative und praxisgerechte DSP- und Analogtechnologien für die Signalverarbeitung. Neben dem Halbleitergeschäft befasst sich das Unternehmen unter anderem auch mit Sensoren und Steuerungen sowie Schulungs- und Produktivitätslösungen. TI hat seinen Sitz in Dallas (Texas) und verfügt über Produktionsstätten, Entwicklungsbetriebe und Vertriebsstellen in mehr als 25 Ländern.
Texas Instruments wird an der New Yorker Börse mit dem Kürzel TXN gehandelt.

 

Hinweise für Anleger (Safe Harbor Statement):
Die in dieser Pressemitteilung gemachten Aussagen in Bezug auf die Entwicklung der DSL-Märkte, die Leistungsfähigkeit von UDSL-Produkten und andere Aussagen über die Auffassungen, Ziele und Erwartungen des Managements sind als "forward-looking statements" (Zukunftsprognosen) gemäß dem Private Securities Litigation Reform Act von 1995 zu betrachten. Sie unterliegen gewissen Risiken und Unsicherheiten, die zur Folge haben könnten, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von den in diesen Aussagen genannten oder implizierten Ergebnissen abweichen. Neben den in der neuesten Version des Formulars 10-K von TI genannten Faktoren könnten auch die nachstehend genannten Faktoren zu wesentlichen Abweichungen von den der vorliegenden Pressemitteilungen gemachten Aussagen führen: tatsächliche Marktnachfrage nach Breitband-Videodiensten, Bewertung und Anname von UDSL durch Normierungsgremien, Genauigkeit der Test- und Simulationsverfahren für den UDSL-Standard sowie tatsächliche Interoperabilität mit Kundenausrüstung. TI lehnt jede Absicht oder Verpflichtung ab, Aussagen über zukünftige Entwicklungen aufgrund von Entwicklungen nach der Veröffentlichung dieser Pressemitteilung zu aktualisieren.

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