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Nokia
und STMicroelectronics führen neuen Kameramodul-Standard für
mobile Geräte ein
Die SMIA-Spezifikation zielt auf Multiple Sourcing und kostengünstigere
Foto-Handys für einen boomenden Markt
Helsinki und Genf, den 1. Juli 2004 - Nokia (NYSE: NOK) und STMicroelectronics
(NYSE: STM) geben die Einführung einer umfassenden Spezifikation
für Kameramodule bekannt, um eine Standardisierung dieses immer
wichtiger werdenden Bauteils mobiler Geräte herbeizuführen.
Die als Standard Mobile Imaging Architecture' (SMIA) bezeichnete
Spezifikation deckt sämtliche Aspekte des Moduls ab. Neben
den elektrischen, mechanischen und funktionsbezogenen Schnittstellen
werden auch weitere wichtige Bereiche wie die Charakterisierung,
die optische Leistungsfähigkeit und die Zuverlässigkeit
berücksichtigt.
Die SMIA-Spezifikation wird der Mobile-Imaging-Industrie kostenlos
angeboten und ist unter www.smia-forum.org
verfügbar.
Auf dem Gebiet der Kameramodule für Mobiltelefone hat sich
in technologischer Hinsicht eine rasche Entwicklung vollzogen, begleitet
von einer drastischen Verbesserung der Bildqualität und der
Auflösung. SMIA ist eine Standardisierungs-Initiative mit dem
Ziel, die neuen Anforderungen zu erfüllen und den Handy-Herstellern
die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit mehreren Zulieferern
zu geben. Insbesondere geht es bei der SMIA um die Spezifikation
des funktionalen und optischen Verhaltens der Kameramodule sowie
um die Schaffung der nötigen Voraussetzungen für ein kosteneffizientes
Multiple-Sourcing des Kameramoduls auf der Telefon-Ebene.
"Der Markt für Foto-Handys wird rasch expandieren und
Kameras werden Eingang in wichtige Produktsegmente auf dem Gebiet
der mobilen Geräte finden", kommentiert Janne Haavisto,
Director, Camera Entity, Nokia Technology Platforms, und fügt
hinzu: "Nach einer jüngsten Schätzung von Nokia wird
der Foto-Handy-Markt dieses Jahr ein Volumen von mehr als 200 Millionen
Stück haben. Mit der SMIA-Spezifikation nun soll die Entwicklung
von Kameramodulen rationalisiert und beschleunigt werden, was letztlich
zur Realisierung imaging-fähiger mobiler Geräte nach dem
neuesten Stand der Technik unabhängig vom Anbieter beiträgt."
Marc Vasseur, General Manager der Imaging Division von ST, stellt
außerdem fest: "ST und Nokia haben über zwei Jahre
an dieser Spezifikation gearbeitet und einen erheblichen Umfang
an Intellectual Property in die SMIA eingebracht. Mit seiner klassenbesten
Pixel-Performance, seiner Kompetenz in der Sensor und Modulentwicklung
und seiner Beherrschung des gesamten Herstellungsprozesses konnte
ST bedeutende Erfolge auf diesem Markt verzeichnen. Die mittels
der SMIA erzielte Standardisierung der Schnittstellen und der Systemaufteilung
gibt uns nunmehr die Gelegenheit, deutlich mehr Chancen in der Mobiltelefon-Industrie
wahrzunehmen."
Die Nachfrage nach höheren Bildauflösungen im Megapixel-Bereich
und darüber hinaus hat zu einem Bedarf an Schnittstellen mit
großer Bandbreite geführt, wobei der Pin-Count gering
gehalten werden muss und das EMI-Aufkommen in dem für Handys
geltenden Rahmen zu bleiben hat. Entscheidende Kostensenkungen sind
darüber hinaus möglich, wenn man die Architektur des Foto-Handys
insgesamt optimiert anstatt die Kamera rein als Peripheriemodul
zu betrachten. Die SMIA bietet sich als Gerüst zur Festlegung
der diesbezüglichen Parameter an.
Mit der SMIA wird eine Partitionierung des Imaging-Subsystems spezifiziert,
die eine unabhängige Weiterentwicklung der Technologie und
eine optimale Ausarbeitung des Designs zulässt. Auf der Basis
eines gegliederten Architekturkonzepts werden Optik und Sensor im
SMIA-Kameramodul implementiert, während die Bildverarbeitung
beispielsweise vom Haupt-Prozessor des Mobiltelefons übernommen
werden kann.
Vom elektrischen Interface bis zur optischen Performance
Die sechs Abschnitte der SMIA-Spezifikation decken sämtliche
zentralen Aspekte eines Kameramoduls ab.
Die elektrische Schnittstelle legt
die physikalische Ebene (Spannungspegel, Pin-Count, Timing), die
Datenrate
(bis zu 650 MBit/s), das EMI-Verhalten (elektromagnetische Interferenzen)
und das Format der Bilddateien fest.
Die Funktions-Spezifikation definiert
das Frame und Field-Format sowie die Registerbelegung für Setup
und Steuerung. Drei Profile ermöglichen die einfache Verwendung
hochauflösender Bildsensoren für Videoaufnahmen.
Die mechanische Schnittstelle definiert
eine Modulfamilie mit unterschiedlichen, speziell auf die Großserienfertigung
abgestimmten mechanischen Umrissen.
Der Charakterisierungs-Abschnitt spezifiziert
Parameter für die optische Leistungsfähigkeit und setzt
Standards für das Rauschen des Sensors.
Im Abschnitt Zuverlässigkeit'
sind Standards für Umgebungs-Prüfungen und Falltests enthalten.
Schließlich enthält die
SMIA-Spezifikation auch ein Softwaremodell, zu dem unter anderem
Referenz-Gerätetreiber und eine Softwarearchitektur gehören.
Royalty-freie Lizenzen
Obwohl Nokia und ST wichtige Patente und Intellectual Property in
die SMIA-Spezifikation eingebracht haben, entschieden sich beide
Unternehmen, die Spezifikation für Fremdfirmen zu öffnen
und keine entsprechenden Rechte bei Unternehmen geltend zu machen,
die ein vollständig kompatibles SMIA-Modul implementieren.
Es werden deshalb keine Gebühren oder Royalties erhoben.
Unter www.smia-forum.org
ist ein einfaches Lizenzformular verfügbar.
Verfügbarkeit und weitere Informationen
Am 1. Juli 2004 werden auf der SMIA-Website (www.smia-forum.org)
sämtliche Spezifikations-Dokumente sowie weitere ergänzende
Informationen veröffentlicht.
Über Nokia
Nokia ist der weltweite Spitzenreiter auf dem Gebiet der mobilen
Kommunikation. Das Unternehmen hat sich dem Ziel verschrieben, das
Leben der Menschen zu bereichern und ihre Produktivität zu
verbessern. Zu diesem Zweck bietet Nokia einfach anzuwendende und
sichere Produkte wie zum Beispiel Mobiltelefone an, ergänzt
durch Lösungen für Imaging-Anwendungen, Spiele, Medien,
Mobilfunknetzbetreiber und Firmen. Nokia gehört einem breiten
Spektrum von Aktionären und ist an fünf bedeutenden Börsen
gelistet.
STMicroelectronics
STMicroelectronics ist weltweit führend als Entwickler und
Lieferant von Halbleiter-Lösungen für das gesamte Spektrum
von Mikroelektronik-Applikationen. Eine unübertroffene Kombination
aus Halbleiter und System-Know-how, Stärken im Fertigungsbereich,
einem reichhaltigen Intellectual-Property-(IP)-Portfolio und strategischen
Partnern verhilft dem Unternehmen zu einer herausragenden Position
auf dem Gebiet der System-on-Chip-Technologie (SoC).
http://www.st.com
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