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Infineon stellt viel versprechende Forschungsergebnisse bei nichtflüchtigen
Speichertechnologien vor
München,
22. Juni 2004 - Infineon Technologies AG nimmt eine führende
Position bei der Entwicklung nichtflüchtiger Speichertechnologien
ein. Auf den "2004 Symposia on VLSI Technologies and Circuits"
vom 15. bis 19. Juni in Honolulu, Hawaii, präsentierte Infineon
nun vielversprechende Forschungsergebnisse aus einer breiten Palette
an nichtflüchtigen Technologien für künftige Speicherprodukte.
110-nm-NROM-Technologie für Programm- und Daten-Flash-Produkte
Die
steigende Nachfrage nach mobilen Endgeräten wie Notebooks,
Digitalkameras, MP3-Player und PDAs erfordert die Speicherung von
großen Datenmengen auf Wechselspeichern wie Flash-Speicherkarten,
Compact-Flash-Karten oder USB-Geräte. Nichtflüchtige Speicher
für solche Massenspeicher-Anwendungen sind sehr kostenkritisch,
d.h. sie erfordern Lösungen mit möglichst geringen Kosten
je gespeichertem Bit. Da die NROM-Technologie, entwickelt von Saifun,
zwei separate Bits in einer Zelle speichert ist sie eine sehr attraktive
Lösung für kostenoptimierte Produkte. Die von Infineon
Technologies Flash kürzlich vorgestellten TwinFlash-Chips sind
auf einer Architektur mit zwei Bits/Zelle aufgebaut. Die hier genutzte
NROM-Zelle basiert auf einem gezielten Ladungseinfang (Charge Trapping)
in der Nitridschicht des ONO (Oxide Nitride Oxide) Gate-Dielektrikum.
Um
die erforderliche kleine Bit-Strukturbreite und eine möglichst
geringe Prozesskomplexität zu erreichen, sind beim Übergang
auf die 110-nm-Technologie konzeptionelle Innovationen erforderlich.
Die von Infineon präsentierte neue Zell-Architektur profitiert
von einem leistungsfähigen Skalierungskonzept für die
NMOS-Transistoren. Auf dem VLSI Symposium wurde von Infineon eine
neue, äußerst leistungsfähige NROM-Generation mit
einer Bitgröße von nur 0,043µm²/bit präsentiert.
Das Konzept nutzt eine gängige CMOS-ähnliche Struktur
zusammen mit einem virtuellen Ground-Array. Die neue Technologie
unterstützt sowohl moderne Programm- als auch Daten-Flashspeicher
mit Komplexitäten bis zu 2 Gbit/chip.
Infineon demonstriert ONO-FinFETs mit Strukturen von weniger als
40 nm für hochkomplexe Flashspeicher
bis zu 16 Gbit
Die
Skalierung von Transistoren in Floating-Gate-Flashspeichern im Bereich
von deutlich unter 100 nm ist limitiert durch die relativ dicken
Tunnel-Oxide, die für eine zuverlässige Funktion erforderlich
sind. Dagegen arbeiten die Charge-Trapping-Bauelemente mit geringeren
Spannungen und lassen sich einfacher skalieren.
Auf
dem VLSI Symposium präsentierten Forscher von Infineon einen
neuen FinFET(Fin Feld-Effekt-Transistor)-basierten Charge-Trapping-Speicher,
der für hochintegierte, komplexe Flashspeicher ausgelegt ist.
Die neuen Speichertransistoren nutzen drei Gatter, um die Elektrostatik
in den Speicherkanälen zu steuern und verbessern so die Skalierbarkeit.
Die Ladung wird in einer Nitrid-Trapping-Schicht gespeichert, die
eine Silizium-Rippe (Fin) an drei Seiten umschließt. Im Gegensatz
zu den herkömmlichen Floating-Gate-Zellen läßt sich
das Tunnel-Oxid hier gut skalieren, da die Trapping-Schichten sehr
unempfindlich gegenüber Leckströmen sind. Mit dieser innovativen
Architektur haben die Forscher sehr kleine Gate-Längen von
nur 30 bis 40 nm erreicht. Damit könnte man in einem NAND-ähnlichen
Array bis zu 16 Gbit auf einem Chip speichern, also etwa die zehnfache
Speicherdichte als derzeit mit Single-Level-Flashspeichern erreichbar
ist. Außerdem erfordert diese Technologie keine neuen Materialien
und ist kompatibel zu der etablierten CMOS-Technologie.
FeRAM - kleine und hochskalierbare dreidimensionale FeRAM-Zelle
mit vertikalem Kondensator
In
FeRAMs (Ferroelectric Random Access Memories) wird die remanente
Polarisierung von ferroelektrischen Schichten für die Informationsspeicherung
genutzt. Ähnlich wie MRAMs repräsentieren auch FeRAMs
einen neuen Ansatz bei den Speichertechnologien. Zu den Vorteilen
der FeRAMs gehören ein schneller Lese- und Schreibzugriff (ähnlich
wie SRAMs) sowie eine geringe Leistungsaufnahme. Damit ist diese
Technologie prädestiniert für Applikationen wie Spielkonsolen,
Mobiltelefone oder Chip-Karten.
Derzeit
haben FeRAMs immer noch eine relativ große Speicherzelle im
Vergleich zu DRAM oder Flash. Die Entwicklung von strukturell kleinen
Speicherzellen ist deshalb Zielsetzung. Mit den am weitesten entwickelten
planaren FeRAM-Zellkonzepten könnten Speicherzellen in der
Größenordnung von etwa 10F2 erreicht werden. F steht
hier für die minimale Strukturgröße des jeweiligen
Prozesses.
Darüber
hinaus haben planare FeRAM-Zellen auch eine limitierte Skalierbarkeit.
Vor dem Hintergrund dieser Problemstellung haben Infineon und Toshiba
auf dem diesjährigen VLSI Symposium ein neues Chain-FeRAM-Zellkonzept
mit einem dreidimensionalen vertikalen Kondensator vorgestellt.
Dieses innovative Konzept ist hoch skalierbar und ermöglicht
Strukturgrößen für die Speicherzellen von nur 4F2.
Die
präsentierte Vertikalkondensatorzelle enthält einen Transistor
und einen ferroelektrischen Kondensator, die parallel geschaltet
sind. Die Kontakte zu dem Transistor und die vertikalen Elektroden
des Vertikalkondensators werden bei dieser kompakten Struktur von
benachbarten Zellen gemeinsam genutzt. Erste vielversprechende Resultate
auf Basis dieses innovativen Zellkonzeptes wurden auf dem Symposium
vorgestellt.
Über Infineon
Infineon
Technologies AG, München, bietet Halbleiter- und Systemlösungen
für die Automobil- und Industrieelektronik, für Anwendungen
in der drahtgebundenen Kommunikation, sichere mobile Lösungen
sowie Speicherbauelemente. Infineon ist weltweit tätig und
steuert seine Aktivitäten in den USA aus San Jose, Kalifornien,
im asiatisch-pazifischen Raum aus Singapur und in Japan aus Tokio.
Mit weltweit rund 32.300 Mitarbeitern erzielte Infineon im Geschäftsjahr
2003 (Ende September) einen Umsatz von 6,15 Milliarden Euro. Das
DAX-Unternehmen ist in Frankfurt und New York (NYSE) unter dem Symbol
"IFX" notiert.
http://www.infineon.com
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