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Entwicklung Halbleiterprozesse
 
 
Philips und IMEC unterzeichnen neue Vereinbarung für die Entwicklung von Halbleiterprozessen zur Unterstützung von Philips' Kerngeschäft


Royal Philips Electronics und IMEC, eines der weltweit führenden unabhängigen Forschungszentren in der Nanoelektronik, haben eine Vereinbarung unterzeichnet, die Philips' Zugang zu IMECs fortschrittlichen Forschungseinrichtungen und Expertise bis Ende 2008 ausweitet. Im vergangenen Jahr hat Philips sich entschieden, ein Hauptpartner in dem Sub-45nm-CMOS-Forschungsprogramm von IMEC zu werden. Die Entscheidung wird von dieser neuen Vereinbarung begleitet. Sie wird es Philips ermöglichen, die mit IMEC gemeinsame Forschung über spezialisierte Halbleiterprozesse durch die Philips Forschungsorganisation in Leuven weiter auszuweiten. Darüber hinaus kann Philips sich mit der gemeinsamen Forschung und Entwicklung fortschrittlicher CMOS-Technologien befassen und somit die kontinuierliche Prozessentwicklung mit Philips' Crolles2-Allianzpartnern vorbereiten.

Für führende Consumer-Elektronik-Unternehmen wie Philips ist es wichtig, Zugang zu modernster Halbleitertechnologie zu haben, damit sie den Verbrauchern immer reichhaltigere Erlebnisse in Bereichen wie Multimedia-Entertainment und Kommunikation liefern können. Zusätzlich zu den Basis-CMOS-Prozessen, die für die Herstellung der leistungsfähigen digitalen Chips genutzt werden, die das Herzstück dieser Applikationen sind, benötigen die Unternehmen jedoch auch spezielle Halbleiterprozesse. Mit ihnen können Chips hergestellt werden, welche die dazugehörigen Funktionen wie drahtlose Kommunikation, Leistungsverstärkung und Displayansteuerung durchführen. Philips differenziert sich auf dem Markt, indem es ganze Systemlösungen anstelle von Komponententeilen anbietet. Dieses Engagement bedeutet, dass diese speziellen Halbleiterprozesse für Philips genauso wichtig sind wie modernstes CMOS.

"Dank unserer bisherigen Zusammenarbeit mit IMEC wurden wichtige Differenzierungen wie unsere erstklassigen HF-BiCMOS-Prozesse, unsere hocheffektiven, nichtflüchtigen implementierten Speicherlösungen und unsere klassenbesten TrenchMOS-Bauteile ermöglicht", sagte Theo Claasen, Executive Vice President Technology and Strategy, Philips Semiconductors. *Daher repräsentiert diese neue Vereinbarung mit IMEC einen wichtigen Teil unserer Strategie, Philips in einer sehr wettbewerbsfähigen Position an der Spitze der Halbleiterindustrie zu halten."

"Diese neue Vereinbarung mit Philips basiert auf einer ausgezeichneten Beziehung, die wir in den letzten Jahren aufgebaut haben. Diese Zusammenarbeit zwischen einem führenden Forschungszentrum und einem bedeutendem Halbleiter- und Consumer-Elektronik-Unternehmen ist für beide Partner sehr wertvoll. Mit ihr kann IMEC sich weiterhin auf Prozesstechnologien konzentrieren, die globale wettbewerbsfähige Applikationen ermöglichen. Diese Vereinbarung erhöht IMECs entscheidende Konzentration auf Prozesstechnologie und stärkt daher seine Position als globales Forschungszentrum in der Nanoelektronik", erklärte Prof. Gilbert Declerck, President und CEO von IMEC.

Die Vereinbarung, die fünf Jahre läuft, ersetzt eine bestehende Vereinbarung, die Mitte 2005 auslaufen sollte. Sie garantiert Philips nicht nur einen einzigartigen Zugang zu der Expertise und die Interaktion mit den Forschern von IMEC. Sie erlaubt es Philips außerdem, modernste Anlagen in IMECs bestehenden und neu erbauten Reinraumeinrichtungen zu nutzen, um Prozessschritte auf 200mm und 300mm Wafern zu entwickeln. Dadurch wird den fortschrittlichen Produktionsstätten von Philips qualitativ hochwertiger Input geliefert. Durch die bisherige Zusammenarbeit zwischen Philips und IMEC wurden bereits verschiedene neue Prozesstechnologien auf Philips Waferfabriken in East Fishkill (USA), Nijmegen (Niederlande) und Hazel Grove (Groß Britannien) übertragen.

Philips arbeitet jetzt auf drei Ebenen mit IMEC zusammen:

(1) als ein Hauptpartner in IMECs Sub-45nm-CMOS-Forschungsprogramm (zur Vorbereitung der kontinuierlichen Halbleiterprozessentwicklung innerhalb der Philips/Motorola/STMicroelectronics Crolles2 Allianz);

(2) als ein Einzelpartner von IMEC bei der Entwicklung von Philips-spezifischen speziellen Prozesstechnologien;

(3) als geschätzter Mitwirkender bei Diskussionen über die zukünftige Ausrichtung der Halbleiterforschung bei IMEC.

Die einzigartige Ebene der Zusammenarbeit zwischen Philips und IMEC und die gemeinschaftliche Forschung, die an führenden technischen Universitäten der Umgebung durchgeführt wird, bestärkt die Eindhoven-Leuven-Verbindung weiterhin als eines der weltweit hervorragendsten Leistungszentren der Halbleiterforschung.


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