STMicroelectronics
 
 
   
Forschungsvorhaben PolyApply
 
 
STMicroelectronics leitet neues europäisches Programm im Bereich der Polymer-Elektronik


Genf, den 10. März 2004 - STMicroelectronics (NYSE: STM), einer der führenden Halbleiterhersteller der Welt, gab heute Einzelheiten zu seiner führenden Rolle im Rahmen von PolyApply bekannt.

Dieses neue, auf vier Jahre angesetzte Forschungsvorhaben wurde von der Europäischen Kommission im Zuge ihres sechsten ‚Research, Technological Development and Demonstration Framework Programme' gestartet. Ziel des PolyApply-Projekts ist die Schaffung der Grundlagen für eine skalierbare und universell anwendbare Kommunikationstechnologie, die das ‚Ambient-Intelligence'-Konzept mit Hilfe kostengünstiger, auf Polymeren basierender elektronischer Schaltungen kommerziell tragbar macht.

Unter Ambient Intelligence versteht man die Integration unterschiedlicher elektronischer Funktionen (z.B. Sensoren, Rechenfunktionen und Kommunikation) in Gegenstände des täglichen Lebens, die über eine kostengünstige HF-Kommunikationstechnologie miteinander kommunizieren können. Zwar werden schon heute die meisten elektronischen Funktionen mit Hilfe von Siliziumchips implementiert, und jede neue Generation der Siliziumchip-Technologie reduziert die Kosten für die Umsetzung einer bestimmten Funktion weiter. Dennoch gibt es zahlreiche potenzielle Anwendungen, die mit Ambient Intelligence wesentlich weniger Kosten verursachen als mit siliziumbasierter Technologie.

Um diesen Anwendungen den Weg zu ebnen, bedarf es einer neuen Technologie, die sich einerseits auf das vorhandene Know-how im System und Schaltungsdesign stützt, andererseits aber auf Materialien und Bausteinen basiert, die sich zu deutlich geringeren Kosten fertigen lassen. Polymer-basierte Elektronik bietet eine Perspektive, die besagten Sensor , Rechen und Kommunikations-funktionen gemeinsam mit anderen Elementen, die neue Produkte mit erhöhtem Nutzwert hervorbringen werden, auf einer Vielzahl unterschiedlicher Substrate zu implementieren. Zu diesen Substraten gehören unter anderem auch flexible Materialien oder Werkstoffe auf Papierbasis wie etwa Verpackungsmaterial für den Konsumsektor.

ST wurde innerhalb des PolyApply-Projekts zum Koordinator für sämtliche Aktivitäten bestimmt und wird außerdem die Leitung des Teams innehaben, das sich mit der Entwicklung neuer Werkstoffe, Bauelemente und Schaltungen befasst. Gianguido Rizzotto, Group Vice President und General Manager der Soft-computing, Silicon optics and post-silicon Technologies Group (SST) von STMicroelectronics, wird als Gesamt-Koordinator für das PolyApply-Projekt fungieren. Das PolyApply-Konsortium besteht aus 20 Partnern, zu denen führende europäische Industrieunternehmen ebenso zählen wie renommierte Hochschulen und Forschunginstitute.

Dazu der Kommentar von Rizzotto: "Die Siliziumtechnologie bildete viele Jahrzehnte die Basis für die meisten Fortschritte im Bereich der elektronischen Bauelemente und Applikationen und wird diese Rolle auch noch mindestens weitere zehn Jahre behalten. Es gibt jedoch eine Vielzahl reizvoller potenzieller Anwendungen, die nur durch die Entwicklung neuer Technologien wie der Polymer-Elektronik, die prinzipbedingt deutlich kostengünstiger sind als Silizium, möglich sind."

Das PolyApply-Projekt hat das Ziel, einen kompletten Rahmen für derartige Entwicklungen zu schaffen - von den Protokollen, auf deren Basis diese ‚intelligenten Objekte' miteinander kommunizieren werden, bis hin zu den eigentlichen Polymer-basierten Technologien, die zu ihrer Fertigung dienen werden.

Nähere Informationen über das PolyApply-Projekt unter: http://www.polyapply.org

 

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