TU Berlin
 
 
Datenauswertung leicht gemacht

Vorstellung der neuen Version des Analyseprogramms ATLAS.ti sowie neuer Produkte und Dienstleistungen für die Software am 22. Juni in der TU Berlin

ATLAS.ti von der Firma Scientific Software Development, Berlin (SSD) ist eines der weltweit führenden Programme zur Computer gestützten Analyse qualitativer Daten wie Texte, Bilder und Videos. Die neuste Version 5 wird zusammen mit neuen Produkten und Dienstleistungen, die im Rahmen des Verbundprojekts "thinksupport" für die Software entwickelt wurden, am 22. Juni 2004 in der Technischen Universität Berlin vorgestellt. Darunter sind E-Learningkurse sowie das Unterstützungssystem QUESSY.ti, über das einfacher Anfragen an Datenbanken gestellt werden können. An dem Projekt, das vom Bundesministerium für Bildung Forschung gefördert wird, sind das Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin (ZTG) und die TU-Ausgründung "Nexus - Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung", beteiligt.
Im Rahmen der Vorstellung erhält die TU Berlin aus alter Verbundenheit 50 Lizenzen der Software als Geschenk. Der SSD-Inhaber und TU-Alumni Thomas Muhr hatte die Ursprungsversion vor rund 15 Jahren am TU-Institut für Psychologie entwickelt. Die Lizenzen werden künftig von der
Zentraleinrichtung Rechenzentrum der TU Berlin Interessenten aller Disziplinen zur Durchführung eigener Forschungsarbeiten kostenlos zur Verfügung gestellt.


Über ATLAS.ti
ATLAS.ti, das zu den weltweit führenden Programmen zur Computer gestützten Analyse qualitativer Daten zählt, ist aufgrund der besonderen Nutzerfreundlichkeit und der Vielzahl der Funktionen einzigartig. Eingesetzt wird es unter anderem von der NASA, den Vereinten Nationen sowie in Wissenschaft und Forschung, etwa von der Harvard University und der London School of Economics.

Mit dem Programm können Daten wie Texte, Fotos, Audios und Videos analysiert werden. In der Medizin wird ATLAS.ti beispielsweise eingesetzt, um Aufnahmen aus Bild gebenden Verfahren auszuwerten. So werden die einer Alzheimerdiagnose zugrunde liegenden optisch fassbaren Ereignisse dokumentiert, auffällige Gemeinsamkeiten von Krankheitsverläufen werden identifiziert. Memos zu Forschungsansätzen und eigenen Thesen sind im Kontext abrufbar. Auch in der Produktentwicklung leistet ATLAS.ti wertvolle Hilfe, etwa indem mit der Software Videoaufnahmen ausgewertet werden, bei denen Nutzer neu entwickelte Bedienungselemente von Hausgeräten testen.

Die Urversion der QDA-Software ATLAS.ti der Firma Scientific Software Development entstand 1989 - 1992 im Rahmen eines interdisziplinären Projekts des TU-Instituts für Psychologie unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Heiner Legewie. Projektmitarbeiter Thomas Muhr brachte 1993 die erste kommerzielle Version auf den Markt. Die Version 5 ist grundlegend überarbeitet worden.

Über thinksupport
Rund um die Software ATLAS.ti hat das Projekt thinksupport Produkte und Dienstleistungen entwickelt, die eine systematische Nutzung "weicher" Daten ermöglichen, bzw. erleichtern:

Mit dem E-Learningkurs zur "Praxis der Qualitativen Datenanalyse" wird das methodische Rüstzeug vermittelt, das man vor der Durchführung eigener qualitativer Untersuchungen erwerben sollte.

Der E-Learningkurs ATLAS.ti 5, der in deutscher und englischer Sprache erhältlich ist, ermöglicht der weltweiten ATLAS-Gemeinde erstmals eine fundierte und praxisnahe Schulung in der neuesten Version der Software.

Mit QUESSY.ti dem von thinksupport entwickelten Query-Support-System können unter einer einheitlichen Benutzeroberfläche Anfragen an Text- und Bild-Datenbanken aller gängigen Typen gestellt werden. Die Ergebnisse werden in ATLAS.ti importiert. Der QUESSY-Dienst vermittelt über einen Server Anfragen an Datenbanken. Der Kunde braucht lediglich einen Internetbrowser
und ATLAS.ti, das eine QUESSY-Schnittstelle besitzt, um die Ergebnisse in ATLAS.ti weiterverarbeiten zu können.

Außerdem bietet das Projektteam Interessierten an, gemeinsam ein Informations- und Kommunikationssystem aufzubauen, das das Wissen des Kunden für den internen Gebrauch und die Repräsentation nach außen aufbereitet.

Das Verbundprojekt thinksupport, das diese Produkte und Dienstleistungen entwickelt hat, wird seit 2001 vom Bundesministerium für Bildung Forschung (BMBF) für drei Jahre mit rund 0,6 Millionen Euro gefördert. Beteiligt sind das Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin und das nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung.

Weitere Informationen unter:
http://www.nexus-berlin.com

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