Komfortables und robustes Echtzeit-Betriebssystem für Industrierechner
Sein Echtzeit-Betriebssystem RMOS3 hat Siemens Automation and Drives (A&D) mit neuen Funktionen ausgestattet und in der Leistung verbessert
Die neue Version V3.40 bietet höhere Systemverfügbarkeit und Industrietauglichkeit sowie Verbesserungen im Komfort für den Anwender und im Servicefall. Neu ist auch das Grafikpaket RMOS3-GraphX V1.0 für fensterorientierte Visualisierungs-lösungen in Echtzeit- und Multitasking-Umgebung. Unter Einsatz der weit verbreiteten Entwicklungstools GNU, Eclipse und QT Designer erstellt der Anwender einfach und komfortabel seine Echtzeit-Applikationen für RMOS3.
Siemens setzt das Echtzeit-Betriebssystem RMOS3 für die Industrie-PC-Familien Sicomp Industrie-Microcomputer und Simatic PC ein. RMOS3 eignet sich für Mess-, Steuer- und Regel-Aufgaben mit Reaktionszeiten im untersten Mikrosekunden-Bereich. Einsatzschwerpunkt sind Embedded-Automatisierungssysteme sowie der Serien- und Sondermaschinenbau.
Mehr Sicherheit für den Ablauf der mit den Entwicklungswerkzeugen aus RMOS3-GNU erzeugten Anwenderapplikationen bietet die neue Speicherschutzfunktionalität. Über eine Zugriffsverwaltung („Privilege Level“-Mechanismen) werden die Applikationen nun in einer eigenen Ablaufebene gestartet und deren Speicherzugriffe durch das Betriebs-system verwaltet. Betriebssystem-Code, -Daten und -Stack sind damit vor unerlaubten Zugriffen durch Anwenderprogramme geschützt. Dies gewährleistet den sicheren Ablauf des Betriebssystems. „Paging“-Mechanismen schützen zusätzlich die Code-bereiche der Applikationen, wobei der neue Stack-Überwachungsmechanismus das unbefugte Verlassen des gültigen Stackbereichs erkennt. Eine zeitraubende Fehlersuche wird dadurch vermieden.
Mehr Industrietauglichkeit und schnelleren Datenzugriff bietet der erweiterte Treiber für den Festplattenbetrieb im UDMA-(Ultra-Direct Memory Access)-Mode. Unterstützt wird nun auch der APIC (Advanced Programable Interrupt Controller)-Mode für kürzeste Reaktionszeiten von PCI/CPCI-Baugruppen im Interruptbetrieb.
Für Anwender und den Service bietet der erweiterte, konfigurierbare RMOS3-Nukleus mehr Komfort und kürzere Inbetriebnahmezeiten von Simatic PC und Sicomp IMC. Weitere Verbesse-rungen sind 64-Kilobit-Datentypen mit formatierter Ein-/Ausgabe, eine Zeitstempel-funktion mit Nanosekundengenauigkeit sowie erweiterte Programme zur Auswertung und Kontrolle der Betriebssystem-Ressourcen, etwa von Speicherbelegung und -integrität, Systemauslastung oder Systemkonsolen-Umlenkung.
Mit dem neuen Grafikpaket RMOS3-GraphX V1.0 erstellt der Anwender unter C++ fensterorientierte, grafische Bedienoberflächen, mit der Echtzeit-Automatisierungs-lösungen komfortabel bedient und beobachtet werden. Die unter Windows und Linux bekannten Bedien- und Anzeigeelemente lassen sich hierbei nutzen, etwa Schalt-flächen (Buttons), Toolbars (Werkzeugleisten), Schieberegler, Auswahllisten, Symbole sowie in Größe und Position frei veränderbare Fenster. Das Grafikpaket für RMOS3 nutzt den QT-Designer von Trolltech mit demselben API (Application Programming Interface), das auch für Windows-, Unix- oder Linux-Anwendungen eingesetzt wird. Zusätzliche Vereinfachungen für grafische Oberflächen bietet das RMOS3-GraphX C++ Projekttyp-Plugin für Eclipse mit umfangreichen Funktionsbibliotheken aus vorgefertig-ten Bedien- und Anzeigeelementen, Textbrowsern, Tabellen und Menüs. Die Bild-schirmauflösung und Farbtiefe sind hierbei einfach konfigurierbar, bedient wird über USB-Maus und -Tastatur.
Weitere Informationen unter: www.siemens.com/rmos3
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