Das Abkommen legt den Grundstein für programmiere Plattformen der nächsten Generation
Xilinx, Inc und ARM gaben heute die gemeinsame Absicht bekannt, ARM-Prozessoren und Peripherietechnologie in Kombination mit Xilinx FPGA-Bausteinen zu entwickeln. Für die geplanten programmierbaren Plattformen integriert Xilinx die ARM Cortex Prozessor-IP unter Verwendung leistungsoptimierter ARM Zellbibliotheken und integrierter Speichermodule. Darüber hinaus arbeiten ARM und Xilinx zurzeit gemeinsam an einer Lösung zur Verschaltung der ARM® und AMBA® Technologien, die für FPGA-Architekturen erweitert und optimiert werden sollen. Die Vereinbarung unterstreicht das Engagement von Xilinx im Hinblick auf die Integration der gesamten ARM-Technologiepalette zur Ausschöpfung der Vorteile, die der ARM-Prozessor zu bieten hat, damit Kunden und Ökosystem-Entwickler flexible Rechenplattformen an die Hand bekommen, über die ihre IP und Software-Entwicklung verbreitet und auf breiter Ebene weiterverwendet werden können. Es wird damit gerechnet, dass programmierbare Lösungen auf diese Weise noch tiefer in die bestehenden Märkte eindringen und sich auf neue Marktbereiche weiter ausdehnen. Zu den idealen Applikationsgebieten zählen die Kommunikations-, Automobil- und Unterhaltungstechnik sowie die Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und allgemeine Industrie.
"Der Zeitdruck bis zur Marktreife und die eskalierenden Kosten der Produktentwicklung sind die Ursachen für die Entwicklungsbestrebungen einer neuen Produktkategorie, bei der Designmethoden, bei denen der Prozessor im Mittelpunkt steht, sowie offene Standards zu SoC-Designs (System on Chip) mit der Flexibilität programmierbarer Logik kombiniert werden", teilte der leitende Technologiebeauftragte bei ARM, Mike Muller, mit. "Durch ARMs führende Technologie mit energiesparenden, leistungsfähigen Prozessoren und physikalischer IP sowie durch das Connected Community™ Ökosystem kombiniert mit Xilinx-eigenen Erfahrungsschätzen in der FPGA-Technologie können wir die Entwicklung von Applikationen vorantreiben, die ein breites Spektrum von Märkten nicht nur für Software-Entwickler, sondern auch für Hardware-Entwickler abdecken.
"Während die Integration der ARM-Prozessortechnologie von Xilinx ein klares Entwicklungsziel für FPGA-basierte Architekturen vorgibt, wird mit der Zusammenarbeit und der gemeinsamen Definition der AMBA-Interconnect-Spezifikation der nächsten Generation die Optimierung erzielt, die für das Erreichen der Systemleistung, Integration, Weiterverwendungsmöglichkeit und Skalierbarkeit bei diesen Produkten notwendig ist", sagte Nick Tredennick, Technologie-Analyst bei Gilder Publishing. "Damit wird eine gemeinsame Technologiegrundlage für IP und Systemlösungen geschaffen, die auf eine Art und Weise weiterentwickelt, skaliert und für andere zugänglich gemacht wird, die die gesamte programmierbare Logikindustrie von Grund auf beeinflussen wird".
Um ein optimaleres Ökosystem zu schaffen, das sowohl Xilinx FPGA als auch ARM IP-Technologien dienlich ist, arbeiten beide Unternehmen bereits mit einer Reihe von IP-Unternehmen und EDA-Firmen zusammen, unter anderem mit Cadence, CAST, Denali, Mentor Graphics, Northwest Logic, Omiino, Sarance, Synopsys und Xylon. Die Zusammenarbeit soll eine fortschrittlichere Version der AMBA-Spezifikation bewirken, dem De-facto-Standard für den On-Chip-Datenaustausch, der sich eng an die ARM-Prozessortechnik anlehnt. Durch diese neue Interconnect-Lösung wird nicht nur der Funktionsumfang der nächsten Generation programmierbarer Plattformen unter Verwendung einer international führenden 32-Bit-Prozessor-IP vereinfacht, denn die Definition des Standards sieht auch eine Entwicklung in Richtung "sockelfähiger IP" vor, die Teil der Targeted Design Platform Strategie von Xilinx ist. Da die IP-Weiterverwendung im Hinblick auf die Kostensenkung und die zeitliche Verkürzung bei der Systementwicklung eine äußerst wichtige Rolle spielt, bewirkt dieser Lösungsansatz, dass die von Xilinx entwickelte IP sowie deren Ökosystem problemlos verwendet werden können, ohne dass dem Nutzer horrende Kosten für die Zulieferung entstehen.
"Durch offene Lösungen von Xilinx, die auf Standards basieren, können sich unsere Kunden noch stärker auf ihre eigenen Kernlösungen konzentrieren und sich anhand ihrer IP stärker auf dem Markt absetzen. Zugleich haben sie die Möglichkeit, bereits etablierte Lösungen von Anbietern ihres Ökosystems weiter zu nutzen", sagte Vin Ratford, leitender Vizevorsitzende des Bereichs World Wide Marketing und Business Development bei Xilinx. "Dieser Ansatz wird unserer Ansicht nach auch eine Belebung und Stärkung des Ökosystems fördern, das sich weiter auf Standardlösungen sowie neu aufkommende IP-Lösungen erstrecken wird, die sich in vielen Industriebereichen übergreifend eingesetzten lassen".
Design-Zielplattformen von AMBA und Xilinx
Das AMBA-Protokoll ist der De-facto-Standard für den On-Chip-Datenaustausch, der im Kern eine Strategie für die Verschaltung und Verwaltung von Funktionsblöcken vorsieht, die sich zu einem SoC-System (System-on-Chip) zusammensetzen. Die neue Kooperation mit Xilinx optimiert diese Entwicklungsrichtung für FPGA-Implementierungen und führt ein neues Nutzungsmodell ein, das sich mit oder auch ohne Prozessoren verwenden lässt. Die Schritt in Richtung ARM wurde ganz in Anlehnung an die Targeted Design Platform Strategie von Xilinx vollzogen, die Anfang dieses Jahres bereits angekündigt wurde, als das führende Unternehmen für programmierbare Logiklösungen seine Pläne zur Inangriffnahme von Entwicklungsplattformen bekannt gab, die auf der branchenführenden FPGA-Technologie, Platinen und standardisierten IP-Lösungen basieren. Eine Schlüsselrolle spielt bei den Targeted Design Plattformen die Ökosystem-Beteiligung, durch die Kunden die Möglichkeit erhalten, ihre Produktdesigns gegenseitig bequem auf eine stabile Architektur abzustimmen. Der Einsatz der AMBA und der AXI™ Technologie verschafft Software- sowie Hardware-Entwicklern diese Stabilität anhand eines bewährten und auf breiter Front akzeptierten Standards für die Verschaltung von IP-Blöcken und für den Aufbau von Embedded-Systemen.
Über Xilinx
Xilinx ist der international führende Hersteller von Komplettlösungen mit programmierbarer Logik.Weitere Informationen finden Sie unter:
www.xilinx.com
Über ARM
ARM entwickelt Technologien, die das Herzstück fortschrittlicher digitaler Produkte ausmachen – von Drahtlosgeräten, Netzwerktechnologien und Unterhaltungselektroniklösungen bis hin zu Bildgebungssystemen, Automobiltechnologie und Sicherheits- und Speichergeräten. Das umfangreiche Produktangebot von ARM umfasst 32-Bit-RISC-Mikroprozessoren, Grafikprozessoren, Video-Engines, Enabling-Software, Zellenbibliotheken, eingebettete Speicher, High-Speed-Konnektivitätprodukte, Peripheriegeräte und Entwicklungswerkzeuge. In Verbindung mit umfassenden Entwicklungsservices, Schulungen, Wartung und Support sowie der umfangreichen Partnergemeinschaft des Unternehmens bietet ARM eine Gesamtsystemlösung, die führenden Elektronikunternehmen einen schnellen und zuverlässigen Weg zur Markteinführung bietet.
www.arm.com
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