Schnelle Resultate innerhalb von 60 Sekunden mit den ersten Online-Tools der Branche
ARM und NXP, einem unabhängigen Halbleiterhersteller, der von Philips gegründet wurde, meldeten heute auf der Embedded Systems Conference (ESC) in Boston die Einführung von mbed.org und den mbed™ Microcontroller-Tools zur schnellen Prototypentwicklung. Angesichts der explosionsartigen Wachstumsprognosen im 32-bit-Microcontrollermarkt ist die Einführung und Nutzung moderner Microcontroller-Technologien in neuen Märkten zu einem wichtigen Erfolgsfaktor geworden. Um diese Chancen zu maximieren, hat ARM mbed entwickelt, die erste Online-Plattform der Branche für eine rasche, risikoarme Prototypentwicklung von Systemen auf Microcontrollerbasis. Die mbed Tools werden mit integrierter Hardware- und Software-Unterstützung für den NXP LPC1768 MCU auf ARM® Cortex™-M3 Prozessorbasis eingeführt. Dadurch steht fortschrittlichste Microcontroller-Technik einem breiten Publikum zur Verfügung.
Rascher Einstieg
Neue Anwender sind mit den mbed Tools innerhalb von 60 Sekunden startbereit. Dazu schließen Sie einen mbed Microcontroller an, rufen Sie Website mbed.org zum Anmelden auf und laden ein "Hello World!" Binärfile herunter. Das geht genauso einfach wie das Speichern auf einem USB-Flashlaufwerk. Nur weitere 60 Sekunden nimmt das Kompilieren eines ersten Programms in Anspruch: Den Browser-basierten Compiler starten, ein neues Musterprojekt anlegen und auf "compile" klicken, um das Binärfile zu erstellen und zu übertragen. Dank der Cloud-Computing-Lösung werden die Tools online innerhalb eines Browsers zur Verfügung gestellt, so dass es nichts zu konfigurieren oder zu installieren gibt, und alles funktioniert unter Windows, Mac oder Linux. Für Entwickler, die gegenwärtig proprietäre 8-/16-bit-Microcontroller oder diskrete Logik nutzen oder neu in der Branche sind, hebt mbed die Barrieren zur Welt der modernen 32-Bit-Microcontrollertechnik auf.
Rasche Prototypentwicklung
Schwerpunkt bei der Entwicklung der mbed Tools war die schnelle Prototypentwicklung mithilfe realisierbarer Designs, die den Funktionsumfang und das Kostensparpotenzial ausschöpften, die sich durch das Einbinden eines fortschrittlichen Microcontrollers in das System boten. Die erste mbed Microcontroller-Hardware präsentiert sich als NXP LPC1768 MCU auf Cortex-M3-Prozessorbasis mit Zusatzkomponenten, die in einem praktischen 40-poligen DIP-Baustein mit 0,1" Rastermaß untergebracht sind und für das Experimentieren auf lötfreien Steckkarten, Streifenraster- und Durchkontaktierungsplatinen ideal sind. Die mbed C/C++ Bibliotheken setzen auf dem ARM Cortex Microcontroller Software Interface Standard (CMSIS) auf und stellen somit Schnittstellen für Microcontroller-Peripheriegeräte auf höherer Ebene zur Verfügung. Dadurch wird eine saubere, kompakte Programmierung über APIs ermöglicht. Diese Kombination schafft die Voraussetzung für eine unmittelbare Anbindung von Peripheriegeräten und Modulen zur Prototypherstellung und Entwicklung von Systemdesigns auf Microcontrollerbasis. Entwickler können auf diese Weise erheblich innovativer und produktiver arbeiten.
Dazu Geoff Lees, Vizepräsident und General Manager bei NXP:
"Mit dem NXP LPC1700, der eine CPU-Leistung von mehr als 140 DMIPs bei 120 MHz bietet und mit einer Vielzahl von Peripherieschnittstellen wie beispielsweise USB, Ethernet und CAN kombiniert werden kann, ist es ebenso wichtig, ein gesteigertes Maß an Anwenderfreundlichkeit und schnellen Prototyp-Entwicklungsfunktionen anzubieten, um auf diese Weise den stets zunehmenden Ansprüchen unserer Kunden im Hinblick auf kurze Markteinführungszeiten gerecht zu werden. Mit mbed hat ARM dieses Ziel nicht nur erreicht, sondern ist darüber hinausgeschossen".
John Cornish, EVP und General Manager des Bereichs System Design bei ARM:
"ARM ist darum bemüht, unseren Partnern aus der Halbleitertechnik die besten Tools an die Hand zu geben, um auf dem Microcontroller-Markt zu bestehen. mbeds einzigartiger Schwerpunkt mittels Online-Tools zur raschen Prototypentwicklung stellt eine wirtschaftliche Plattform für eine effektive Demonstration und Evaluierung bereit, über die zusätzliche Designvorteile für unsere Partner und neues Potenzial für Microcontroller auf ARM-Prozessorbasis geschaffen werden".
"Die mbed Tools sind anwenderfreundlich und zugleich leistungsfähig genug für die Entwicklung komplexer Designs", sagte Harry Li, Ph.D., Professor am Institut für Computer Engineering der staatlichen Universität von San Jose.
"Dank der API-gestützten Lösung bleibt einem ein Großteil des Low-Level-Aufwands erspart, der sonst mit der Entwicklung von MCU-Code verbunden ist. Dank der Web-basierten Tools werden Zwänge abgeschafft und IT-Verantwortlichkeiten sowie die Komplexität im Zusammenhang mit Problem-Tickets bei IDEs lösen sich in Luft auf. Auch die Entscheidung zwischen PC, Mac oder Linux bleibt einem erspart", sagte Tom Cantrell, West Coast Editor der Zeitschrift Circuit Cellar. "Diese Lösung wird die althergebrachte Entwicklungsweise nicht komplett ersetzen. Das muss sie aber auch nicht. Dank der mbed Tools werden Microcontroller zugänglicher, so dass immer die Initiative zur Entwicklung von eigenem Programmcode ergriffen wird".
Zielgruppe
Die rasche Prototypentwicklung soll ein breites Anwenderspektrum ansprechen. Ingenieure, die im Embedded-Applikationsbereich neu sind, können Produktkonzepte mit mbed ausprobieren und testen, die von fortschrittlichen Microcontrollern Gebrauch machen. Erfahrene Entwickler können in der Entwicklungsphase der Machbarkeitsprüfung produktiver und mutiger voranschreiten. Von Marketing-, Vertriebs- und Applikationstechnikern und Distributoren kann mbed als einheitliche Plattform zur Demonstrierung, Beurteilung und Betreuung von Microcontrollern, Middleware und vergleichbaren Komponenten genutzt werden. Ausbilder, begeisterte Fans und einfallsreiche Tüftler erhalten mit mbed eine leicht zugängliche Möglichkeit, um den Einsatz von Microcontrollern auszuprobieren, ohne sich über die Implementierungsdetails Gedanken machen zu müssen. Die mbed Tools bieten folglich einem breiten Publikum die Chance, die Möglichkeiten fortschrittlicher Microcontroller bei deren Einführung für die eigenen Innovationsbereiche auszuschöpfen.
Verfügbarkeit
Die mbed.org Website ist ab sofort produktiv im Einsatz, und der mbed Microcontroller auf Basis des NXP LPC1768 ist ab sofort im Handel erhältlich.
Einzelheiten zur Bestellung sowie weitere Informationen über mbed finden Sie unter:
http://mbed.org
Über NXP Semiconductors
NXP ist ein führendes Halbleiterunternehmen, das vor über 50 Jahren von Philips gegründet wurde. Das Unternehmen, mit Hauptsitz in Europa, beschäftigt ca. 28.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 30 Ländern. Der Jahresumsatz 2008 belief sich auf 5,4 Milliarden US-Dollar (inklusive Mobile & Personal-Geschäft). Das Produktportfolio umfasst Halbleiter, Systemlösungen und Software. Mit seinen Produkten sorgt NXP für bessere Sinneserfahrungen in Anwendungen wie dem Fernseher, der Set-Top-Box, bei der Identifizierung, im Handy, im Auto und in vielen weiteren elektronischen Geräten.
www.nxp.com
Über ARM
ARM entwickelt Technologien, die das Herzstück fortschrittlicher digitaler Produkte ausmachen – von Drahtlosgeräten, Netzwerktechnologien und Unterhaltungselektroniklösungen bis hin zu Bildgebungssystemen, Automobiltechnologie und Sicherheits- und Speichergeräten. Das umfangreiche Produktangebot von ARM umfasst 32-Bit-RISC-Mikroprozessoren, Grafikprozessoren, Video-Engines, Enabling-Software, Zellenbibliotheken, eingebettete Speicher, High-Speed-Konnektivitätprodukte, Peripheriegeräte und Entwicklungswerkzeuge. In Verbindung mit umfassenden Entwicklungsservices, Schulungen, Wartung und Support sowie der umfangreichen Partnergemeinschaft des Unternehmens bietet ARM eine Gesamtsystemlösung, die führenden Elektronikunternehmen einen schnellen und zuverlässigen Weg zur Markteinführung bietet.
www.arm.com
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