Das Unternehmen kombiniert seine Weltklasse-Technologie auf dem CMOS-Imaging-Sektor mit seinem Automotive-Know-how, um mit einem neuen Bildsensor die Fahrsicherheit zu verbessern
STMicroelectronics, weltweit führend im Design und in der Herstellung von Automotive-ICs, stellt seine erste CMOS-Kamera mit großem Dynamikbereich vor, die im Automotive-Markt speziell für sehende Fahrerassistenz-Systeme vorgesehen ist. Der neue Sensor verbindet das Weltklasse-Know-how des Unternehmens im Bereich der Automotive-Märkte mit CMOS-Imaging-Technologie der Spitzenklasse.
Zweck der so genannten ‚Advanced Driver Assistance Systems‘ (ADAS) ist es, dem Fahrer mehr Informationen über Vorgänge außerhalb des Fahrzeugs zu liefern, Gefahren zu erkennen und in gefährlichen Situationen Hilfestellung zu leisten. Schätzungen zufolge spielen in mehr als 90 % aller Autounfälle menschliche Fehler eine Rolle, und viele könnten durch automatische Warnsysteme verhindert werden. Durch seinen erweiterten Dynamikbereich liefert der neue CMOS-Bildsensor von ST auch unter extremen Lichtverhältnissen herausragende Bilder und kann Echtzeit-Informationen für aktive Sicherheitssysteme zur Verfügung stellen. Der CMOS-Bildsensor von ST ergänzt die in Zusammenarbeit mit Mobileye entwickelte spezielle Vision-Processor-Familie des Unternehmens und erweitert sein Portfolio an Automotive-ICs für den rasch wachsenden ADAS-Markt.
Der neue Sensor VL5510 versorgt den zur Entscheidungsfindung dienenden Vision Processor, der seinerseits Funktionen wie aktive Bremseingriffe und Warnungen beim Verlassen der Fahrspur auslöst. Diese Features finden sich bereits in Serienfahrzeugen und werden in Europa für Lastkraftwagen voraussichtlich ab 2013 vorgeschrieben sein.
Diese Maßnahme ist Bestandteil der Bestrebungen der EU-Kommission, die Zahl der Verkehrstoten zu reduzieren.
Dazu bemerkt Marco Monti, General Manager der Powertrain and Safety Division in der Automotive Product Group von ST: “Die Erfassungsfähigkeiten des VL5510 bewirken eine drastische Steigerung der Zuverlässigkeit sehender
ADAS-Applikationen selbst unter schwierigsten Umgebungs-bedingungen. Durch die Kombination der zur Weltklasse zählenden Erfahrung von ST im Automotive und Imaging-Bereich gelang uns die Realisierung eines hochspezialisierten Bauelements für Systeme, die zur Vermeidung von Verkehrsunfällen beitragen können.”
Der neue Bildsensor VL5510 besitzt 1.024x512 Pixel und kommt damit für weitwinklige Produkte in Frage, wie sie im Automotive-Bereich üblich sind. Nicht zuletzt verbindet der VL5510 ein sehr hohes Performance-Niveau mit der Flexibilität und Zuverlässigkeit, die auf diesem Markt erwartet wird. Weitere Kenndaten sind eine Pixelgröße von 5,6 x 5,6 µm, eine sehr hohe Empfindlichkeit von 7,14 V/lux, ein sehr niedriger Dunkelstrom von 33 aA/Pixel bei 25 °C sowie ein sehr hoher QE-Wert (Quanten-Effizienz) im nahen Infrarotbereich. Die hohe Systemflexibilität gibt ADAS-Herstellern überdies die Möglichkeit, jedes System optimal auf die jeweilige Anwendung abzustimmen. Unter anderem ist die Größe der ausgegebenen Bilder ebenso wie die Framerate (bis zu 34 fps) vollständig programmierbar, und das Videosignal kann über ein 12-Bit Parallelinterface oder ein serielles Interface (RAW 8/10/12 Format) ausgegeben werden. Anti Dark Sun und Pixeldefekt-Korrekturalgorithmen sind eingebaut.
Außerdem ist ein Bild-Histogramm in das ausgegebene Bild eingebettet. Der weite Dynamikbereich des Sensors ist vollständig programmierbar, und das Ansprechverhalten der Pixel lässt sich mithilfe von 10 Kennlinienknicken individuell abstimmen.
Verfügbarkeit und Preis
Der neue Baustein wird derzeit an erste Kunden bemustert und Anfang 2009 in Automotive-Applikationen in die Massenfertigung gehen. Der Preis wird voraussichtlich bei 20 US-Dollar liegen (als Bare Die ab 10.000 Stück).
Über STMicroelectronics
STMicroelectronics ist ein führender Entwickler und Lieferant von Halbleiter-Lösungen für das gesamte Spektrum mikroelektronischer Applikationen. Mit einer Kombination aus Halbleiter- und System-Know-how, Fertigungs-Kompetenz, einem reichhaltigen Intellectual Property-Portfolio (IP) und strategischen Partnern hat sich das Unternehmen an die Spitze der System-on-Chip-Technologie (SoC) gesetzt.
ST erwirtschaftete im Jahr 2007 einen Nettoumsatz von 10 Mrd. US-Dollar.
www.st.com |