ATOP von NXP Semiconductors sorgt für einfache Integration eines automatischen Unfallalarmsystems in Fahrzeugen
In Gegenwart von Viviane Reding, Komissarin für Information Gesellschaft und Medien, hat gestern Marc de Jong, NXP Semiconductors Executive Vice President der Business Unit Automotive und Identification,
das eCall Memorandum of Understanding der EU unterschrieben. Durch seine Unterschrift sichert NXP Semiconductors dem Pan-Europäischen Notrufsystems eCall seine volle Unterstützung zu.
Im Falle eines schweren Unfalls löst das Fahrzeug automatisch einen Notruf an die nächstliegende Notrufzentrale aus. Selbst ohne Sprachverbindung, beispielsweise wegen Bewusstlosigkeit der Fahrzeuginsassen, werden die zur Rettung notwendigen Daten durch den Anruf übermittelt. Die Daten beinhalten unter anderem die genaue geographische Position des Unfallortes. Durch diese exakten Informationen kann die Reaktionszeit der Notfalldienste deutlich reduziert werden - um 50% in ländlichen Gegenden und um 40% in Städten. Je schneller die Rettung eintrifft, desto höher ist die Zahl der überlebenden Unfallopfer und desto geringer die Auswirkungen der Verletzungsfolgen. Studien erwarten, dass durch eCall im Fahrzeug jährlich 2.500 Menschenleben in der Europäischen Union gerettet werden können und dass die Schwere der Verletzungen bei Unfällen mit Personenschaden um 15% gemindert werden kann. eCall soll ab September 2010 als Option für alle Neuwagen verfügbar sein.
“Wir bringen unsere ganze Kompetenz in Halbleiter- und Software-Lösungen für Fahrzeuge ein, um das Fahren sicherer, sauberer, komfortabler und angenehmer zu machen. Unsere Automotive Telematics On-board Unit Platform 2.5G (ATOP) ist der erste komplett integrierte eCall Chip. Er kann entweder als eigenständiges Bauteil eingebaut oder in andere Fahrzeugapplikationen wie Connectivity Boxen, Navigationssystemen oder Radios integriert werden. Mit ATOP wird es möglich sein, eCall auf einfache und kostengünstige Weise in Telematik-Produkte zu integrieren, um die Initiative der Europäischen Kommission zu unterstützen.“ so Marc de Jong.
"Ich freue mich sehr, dass die Hersteller bereits heute Lösungen verfügbar haben. Sie zeigen zusammen mit der Automobilindustrie und den Mitgliedsstaaten der EU viel Einsatz, den eCall in Europa zu realisieren”, ergänzt Viviane Reding, Komissarin für Information Gesellschaft und Medien.
2003 wurde das Pan-Europäische Notrufsystem eCall durch die Europäische Kommission und Interessenvertreter angeregt, um die Mitgliederstaaten sowie Automobilhersteller, Mobilfunknetzbetreiber, Automobilzulieferindustrie und andere dazu zu bewegen, gemeinsam ein automatisches Unfallalarmsystem für Autos zu entwickeln.
Letztes Jahr registrierte die EU 41.500 Verkehrstote, die Unfallfolgekosten lagen in Höhe von 180 Milliarden Euro. Die EU verfolgt das Ziel, die Anzahl der Unfalltoten bis 2010 auf weniger als 25.000 jährlich zu senken.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt hatten unter anderem die hohen Kosten von Hard- und Software für Telematik den Einsatz von eCall verhindert. „Durch das hohe Integrationsniveau von ATOP können wir diese Hindernisse nun überwinden. Der eCall wird eine erschwingliche Option für jedes Auto sein”, merkt Marc de Jong an. “Wir werden unsere Lösungen in den nächsten Monaten in praxisnahen Feldstudien testen.“
Neben der Einführung von eCall wird die Einführung von Intelligent Traffic Systemen (ITS) eine der treibenden Kräfte für die weitere Verbreitung von Telematic Systemen in Autos sein. ATOP ist optimal für den Einsatz in „Car-to-Infrastructure“ Systemen geeignet, da es für die Unterstützung mehrerer parallel laufender Dienste konzipiert ist. Dies können zum Beispiel Stauvermeidungs- und Verkehrsmanagementdienste oder Verkehrs- und Reiseinformationen in Echtzeit sein. NXP wird dem Fahrer helfen, jederzeit die schnellste und kostengünstigste Route zu wählen. Damit lassen sich Energie- und Betriebskosten sparen.
Gleichzeitig werden CO2-Emissionen reduziert, was sich positiv auf die umweltverträgliche Mobilität, ein weiteres Ziel der EU, auswirkt.
ATOP ist die erste Single Component On Board Unit (OBU), die eine große Vielfalt an verschiedenen Applikationen unterstützt. Zu nennen wären: ITS Applikationen, Ortung von gestohlenen Fahrzeugen, nutzungsabhängige Abrechnungsdienste, last mile tracking (automotive black box) sowie die Einführung von fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen. ATOP kann im Temperaturbereich von -40°C bis +85°C betrieben werden. Selbstverständlich werden die Qualitätsprozesse der Automobilindustrie sowie ein Lebenszyklus Management unterstützt.
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.nxp.com/products/automotive/telematics_obu/index.html
Über NXP Semiconductors
NXP ist ein Top 10 Halbleiterunternehmen, das vor mehr als 50 Jahren von Philips gegründet wurde. Der Hauptsitz liegt in Europa, 37.000 Mitarbeiter in mehr als 20 Ländern auf der ganzen Welt arbeiten für das Unternehmen.
NXP entwickelt Halbleiter, Systemlösungen und Software, die Sinneseindrücke ermöglichen in Mobiltelefonen,
Personal Media Playern, Fernsehern, Set-Top Boxen, Identifikationsanwendungen, Autos und einer breiten Palette an weiteren elektronischen Geräten.
www.nxp.com
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