Aus der Entwicklung von Murata stammt der extrem kleine RFID-Baustein mit der Bezeichnung MAGICSTRAP™, der die Verfolgung von Produkt-Lebenszyklen mit jeder gängigen Frequenz auf der Welt ermöglicht und das zum Implementieren einer RFID-Lösung erforderliche HF-Know-how auf ein Minimum reduziert.
Die produzierende Industrie ist gefordert, Produkt-Lebenszyklen präziser und effizienter zu verfolgen. Ausschlaggebend hierfür sind unter anderem gesetzliche Vorschriften bezüglich der Entsorgung elektronischer Geräte für den Privatgebrauch. Bei Systemen zur Verfolgung eines Produkts während seines gesamten Lebenszyklus geht es im Kern darum, Informationen beispielsweise zur Historie des Produktionsprozesses in eine direkt am Produkt angebrachte Identifikationsmarke zu schreiben bzw. diese Informationen aus dieser Markierung auszulesen. Barcodes sind derzeit als Standard zur individuellen Kennzeichnung von Produkten etabliert. Da diese jedoch, einmal angebracht, nicht durch neue Informationen ergänzt werden können, sind RFID-Tags in den Blickpunkt des Interesses gerückt, da sie nicht mit den Mängeln barcodebasierter Systeme behaftet sind.
Mit dem MAGICSTRAP bietet Murata einen RFID-Baustein an, der neueste Erkenntnisse im Bereich der Multilayer-Technologie mit einem Durchbruch in der Technologie für derartige Bauelemente und der induktiven Kopplung zu einem überaus einfach anzubringenden Baustein kombiniert. Das sonst als LXMS31-Serie bekannte MAGICSTRAP besteht aus einem Maultilayer-Substrat von Murata, einem HF-IC und einem Gehäuse. Das Unternehmen war dank seiner Stärken im Bereich der Multilayer-Technologie in der Lage, sämtliche erforderlichen HF-Schaltungen einschließlich der Antennen-Anpassungsschaltungen und des ESD-Schutzes bis 10 kV auf dem Substrat des Bausteins zu integrieren, auf das anschließend das HF-IC montiert wird. Die gesamte Einheit misst nicht mehr als 3,2 x 1,6 x 0,7 mm.
Die internen Schaltungen des Bausteins sind durch induktive Kopplung mit der Antennenstruktur verbunden. An seiner Unterseite finden sich deshalb keine Anschlussflächen, und die Befestigung erfolgt einfach mit konventionellem Klebstoff. Verglichen mit konkurrierenden Produkten, die bei der Montage eine Genauigkeit im Mikrometerbereich voraussetzen, muss die Befestigung beim MAGICSTRAP nur auf den Millimeter genau sein. Abgesehen davon zeichnet sich das MAGICSTRAP auch dann durch stabile Performance aus, wenn es auf kapazitätsbehafteten Materialien wie zum Beispiel Polypropylen befestigt wird.
Die eingebaute breitbandige Antennenanpassungs-Schaltung erlaubt im Verbund mit einer einzigen Breitband-Antenne (für die Murata ein Referenzdesign anbieten wird) das Auslesen des MAGICSTRAP im Frequenzbereich von 800 bis 1.000 MHz über eine Distanz von 5 m. In Europa, den USA und Japan kann daher das gleiche Modul und die gleiche Antennenstruktur verwendet werden, was den Herstellern die Möglichkeit gibt, Kosten und Lagerbestände zu verringern.
Über Murata
Murata ist ein Anbieter von Elektronikbauelementen, -modulen und -geräten. Das Gesamtangebot des Keramiktechnologie-Anbieters umfasst Keramikkondensatoren, Trimm-Widerstände/ Thermistoren, Induktivitäten/Drosseln, Keramik Resonatoren, Piezo Schallgeber, Sensoren und EMV-Filter. 40% seines Umsatzes erzielt das Unternehmen mit Keramikkondensatoren. Es ist auch Anbieter von Bluetooth- und WiFi-Modulen sowie von Stromversorgungen. Murata entwickelt und fertigt auch Antennen, z.B. für Mobiltelefone, piezoelektrische Aktuatoren für Kraftstoff-Einspritzsysteme, Keramiklinsen mit kurzer Brennweite sowie Lautsprecher-Produkte.
Murata wurde 1944 gegründet, hat seinen Hauptsitz in Japan und verfügt über europäische Niederlassungen in Deutschland, den Niederlanden, England, der Schweiz, Italien, Frankreich, Spanien, Dänemark, Schweden, Finnland und Ungarn.
www.murata.eu
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